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Werner Bundschuh über
Der „kerndeutsche Felder“?
Der Missbrauch Felders durch die NS-Ideologen
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Gashaus Rose, 21. Jänner 2011, 20 Uhr |
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1910 gehörte der deutschnationale Publizist Dr. Hans Nägele zu den
Proponenten des ersten Franz-Michael-Felder-Vereins. Bereits im Vorfeld
des 100. Geburtstags Felders (1939) versuchte er in einer ausführlichen
Darstellung im „Feierabend“ Felder als Vorkämpfer der
nationalsozialistischen Ideologie darzustellen. Der „kerndeutsche“
Felder habe in seinem Kampf gegen den Klerikalismus die gleichen Ideen
wie die Nationalsozialisten vertreten.
Felders 100. Geburtstag, am 13. Mai 1939, wurde von den heimischen
Nationalsozialisten groß inszeniert. Auch in den Schulen wurden
Gedenkfeiern abgehalten. Beim Kreisappell in Dornbirn stellte der
Kreisleiter und NS-Landeshauptmann Toni Plankensteiner Felder ins
Zentrum seiner Ansprache: Felder, „50 Jahre vor der Geburt des größten
Deutschen aller Zeiten, Adolf Hitler“ auf die Welt gekommen, sei als
„Kämpfer für Gemeinnutz gegen Eigennutz“ ein Vorbild für die „heutigen
Nationalsozialisten“. Der Geist Felders beweise, so Plankensteiner,
„dass unser Menschenschlag hier für die Aufnahme der
nationalsozialistischen Weltanschauung empfänglich ist, sonst hätte
Vorarlberg eben nicht einen Franz Michael Felder hervorbringen können.“
Der Vortrag zeigt weiters auf, wie Felder auch nach 1945 von den
unterschiedlichen politischen Lagern für ihre Zwecke instrumentalisiert
wurde.
Moderation, Organisation Kurt Bereuter
Eintritt: 7,-/ Mitglieder u. Jugendliche 4,-/ Jugendliche Mitglieder 2,-
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