Seppels Schicksal.
Melodram nach Texten von Franz Michael Felder und seinem Jugendfreund Johann Josef Felder
Egg, Domizil, 16. 2., 20 Uhr
Bezau, Bildungshaus,17. 2, 20 Uhr
Schoppernau, Felder-Saal, 18. 2., 20 Uhr

Eine Veranstaltung von Kon:tur. Kulturinitiative, Bregenz

Johann Josef Felder (1835-1873)


Komposition und musikalische Leitung
Johannes Bär

Konzeption und Regie
Martin Simma

Musikalische Interpretation
Arnold Mayer, Tuba
Stefan Kühne,  Posaune
Christoph Marxgut,  Horn
Gerrit Kinkel, Trompete
Johannes Bär, Trompete
Markus Lässer,  Schlagzeug
Stefan Höfel
, Keyboard
Martin Heinzle, Bass
Clemens Tschallener, Akkordeon 

Text und Stimmen

Wolfgang Mörth, Philipp Lingg, Martin Simma, Livia Neutsch, Veronika Zwing, Andreas Maier u.a.


Das Melodram mit dem Titel: „Seppels Schicksal“ erzählt von der wirklich großen Freundschaft zwischen Franz Michael Felder und seinem Cousin und Jugendfreund Johann Josef Felder, genannt Seppel. Seppel, der nach heftigen ideologischen Auseinandersetzungen mit seinem Vater, im Alter von siebzehn Jahren aus dem Elternhause gejagt wurde, reiste in den 60er Jahren des 19. Jahrhundert durch die Schweiz und Frankreich und kehrte erst nach 10 Jahren – mit finanzieller Unterstützung seines Freundes – nach Hause in den Bregenzerwald zurück.

Unter diesem Konflikt, zwischen Seppel und seinem Vater, litt auch Franz Michael Felder sehr stark, doch hatte er schon in seiner Jugendzeit gelernt, was ihn quälte, schriftstellerisch zu überwinden. Anfangs plante er ein Theaterstück zu schreiben, das sich thematisch an Friedrich Schillers Drama „Die Räuber“ orientierte. Da er sich aber bald „wie in den Kleidern eines Riesen“ vorkam, beschied er sich mit einer Abhandlung über die Frage: „Warum kommt der Bregenzerwälder in der Welt draußen so leicht auf Abwege?“ Schließlich gewann Felder neue Freude an den Betrachtungen und Studien seiner sozialen Umwelt und konnte so sein Leid überwinden.