|
Komposition und musikalische Leitung
Johannes Bär
Konzeption
und Regie
Martin Simma
Musikalische
Interpretation
Arnold Mayer, Tuba
Stefan Kühne, Posaune
Christoph Marxgut, Horn
Gerrit Kinkel, Trompete
Johannes Bär, Trompete
Markus Lässer, Schlagzeug
Stefan Höfel, Keyboard
Martin Heinzle, Bass
Clemens Tschallener, Akkordeon
Text und Stimmen
Wolfgang Mörth, Philipp Lingg, Martin Simma, Livia
Neutsch, Veronika Zwing, Andreas Maier u.a.
Das Melodram mit dem
Titel: „Seppels Schicksal“ erzählt von der wirklich großen
Freundschaft zwischen Franz Michael Felder und seinem Cousin und
Jugendfreund Johann Josef Felder, genannt Seppel. Seppel, der nach
heftigen ideologischen Auseinandersetzungen mit seinem Vater, im Alter von
siebzehn Jahren aus dem Elternhause gejagt wurde, reiste in den 60er
Jahren des 19. Jahrhundert durch die Schweiz und Frankreich und kehrte
erst nach 10 Jahren – mit finanzieller Unterstützung seines Freundes
– nach Hause in den Bregenzerwald zurück.
Unter
diesem Konflikt, zwischen Seppel und seinem Vater, litt auch Franz Michael
Felder sehr stark, doch hatte er schon in seiner Jugendzeit gelernt, was
ihn quälte, schriftstellerisch zu überwinden. Anfangs plante er ein
Theaterstück zu schreiben, das sich thematisch an Friedrich Schillers
Drama „Die Räuber“ orientierte. Da er sich aber bald „wie in den
Kleidern eines Riesen“ vorkam, beschied er sich mit einer Abhandlung über
die Frage: „Warum kommt der Bregenzerwälder in der Welt draußen so
leicht auf Abwege?“ Schließlich gewann Felder neue Freude an den
Betrachtungen und Studien seiner sozialen Umwelt und konnte so sein Leid
überwinden.
|