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Joseph Ratzinger und Franz
Michel Willam
Ein Briefwechsel zwischen Provinz und Metropole,
Professor und Kaplan.
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Bahnhof, 21. November 2009 |
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Am 19.April 2005 wurde Joseph Ratzinger zu Benedikt XVI. gewählt. „Wir
sind Papst!" verkündete am Tag darauf der Boulevard. Und bündelte darin
bei aller Überdrehtheit doch die Hauptaspekte, unter denen das neue
Kirchenoberhaupt seither erscheint: als Deutscher und als Popstar. Was
in der öffentlichen Diskussion weitgehend ausgeblendet wird, ist der
Theologe und Dogmatiker Ratzinger, der auch für Franz Michel Willam über
viele Jahre hinweg zu einem wichtigen Briefpartner wurde: vor allem als
intellektueller Auskunftsgeber für theologische Fragen, die Willam in
seinem näheren Umkreis an niemanden adressieren könnte. Die Briefe, die
Willam und Ratzinger zwischen 1965 und 1976 wechselten, liegen nun in
einer sorgfältigen Edition von P. Philipp Reisinger FSO, vor und werden
an diesem Abend präsentiert. Die Korrespondenz gibt Einblick in den
„intellektuellen Alltag“ von Franz Michel Willam, in seine Arbeitsweise,
seine Pläne und Projekte, lassen aber auch Verzweiflung und Resignation
erahnen, die Willam zeitweise mit Blick auf seine umfangreichen Studien
umgaben. Nicht zuletzt sind die Ereignisse rund um 1968 der Hintergrund
vor dem sich dieser Briefwechsel entfaltet.
Ausgehend und mit Bezug zum Briefwechsel zwischen Ratzinger und Willam
diskutieren an diesem Abend Prälat Dr. Hans Fink und P.
Philipp Reisinger unter der Moderation von Dr. Jürgen Thaler über Leben
und Werk von Franz Michel Willam.
Franz Michel Willam–Joseph
Ratzinger. Briefe 1965–1976.
Herausgegeben von P. Philipp Reisinger FSO. Feldkirch/Graz 2008 (= Jahrbuch des
Franz-Michael-Felder-Archivs 2008), 10 Euro
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